1914  -  1945

1914 - 1918 23 Mitglieder und AH verliert der Verein im 1. Weltkrieg.

1920 Professor Fueß wird zum Protektor gewählt. Dieser Lehrer macht sich ganz besonders um den Verein verdient. Er trainiert die jeweils 1. Mannschaft persönlich und ist auch ein Hobbytischler, der bei beschädigten Booten ganze Planken einsetzt und Riemen ausbessert. Die Mitglieder selbst sind seine Lehrlinge. Er verlangt Mitarbeit und schweißt damit die Gemeinschaft zusammen. Durch seine Tätigkeit als Allroundmann können zu dieser Zeit alle Zuschüsse des Provinzial-Schulkokollegiums und des AH-Verbandes für die Anschaffung neuer Boote verwand werden.

1923 Da der GTRV ein reiner Schülerruderverein ist, wird durch Initiative von Alten Herren des GTRV und von Professor Fueß die Lingener Rudergesellschaft gegründet, um jedem Bürger das Rudern zu ermöglichen. Das Gründungskomitee besteht überwiegend aus ehemaligen Mitgliedern des GTRV. Unser Bootshaus wird für die ersten beiden Boote der LRG in den ersten drei Jahren zur Verfügung gestellt.

1930 Zum 50 - jährigen Bestehen des Vereins verfügt dieser über vier Gigvierer("Kiveling", "Göben", "Lingen", "Georg 5") drei Doppelzweier ("Hans", "Haneken", "Machurius") und einem Einer ("Ems").

1935 Professor Fueß muss die Schule auf Anordnung der Regierung verlassen. In unserer Chronik heißt es von ihm: "Er verstand die Jugend wie keiner und war uns immer ein väterlicher Schirmherr." Der Verein ernennt ihn zum Ehrenmitglied und tauft im kleinen Kreis trotz Widerspruchs der Schule einen Doppelzweier auf den Namen "Professor Fueß".

1936 Herr Jahn, früher selbst aktiver Ruderer, übernimmt das Amt des Protektors.

1940 Aus Anlass der Metallspende des deutschen Volkes trennt sich der Verein vom größten Teil seiner Trophäen.

1941 Die letzte Regatta unter unseren Farben wird in Bremen gefahren. Danach erhält der Verein Startverbot.

1945 Der Krieg ist zu Ende. Mehr als vierzig ehemalige Schülerruderer verloren ihr Leben. Alle acht Boote sind zertrümmert, das Bootshaus schwer beschädigt. Einige Schüler unter der Leitung von Peter Tonberge und Jochen Staedtke sammeln Wrackteile, halbe Riemen, zerbrochene Rollsitze. Sie basteln daraus zwei Boote, die aber so viel Wasser ziehen, dass das Rudern bald wieder aufgegeben werden muss. Das Bootshaus wird eine Zeit lang von den Alliierten beschlagnahmt. Unsere defekten Boote werden in einem Lagerkeller von AH Hans Klukkert ausgelagert. Der Verein kann nur als Turnverein weitergeführt werden. Diese traurige Epoche unserer Vereinsgeschichte hat gezeigt, dass sich auch in den schwersten Zeiten Männer und Schüler finden, die mit Zähigkeit an der Existenz und Selbstständigkeit des GTRV festzuhalten gewillt sind.

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